„Herr Kreitschinski, Sie sind nicht zufällig in die Finanzbranche eingestiegen, sondern aus einem guten Grund. Sagen Sie uns doch bitte, was Sie dazu bewogen hat.“
„Als ich vor mehr als 46 Jahren die Schule beendete, stellte sich für mich die Frage, welchen Beruf ich erlernen wollte. Aufgrund meines mathematischen sowie technischen Interesses hat mich doch der Bankberuf interessiert, weil mir bereits in der Schule der Umgang mit Zahlen viel Spaß gemacht hat. Daraufhin entschied ich mich für eine Ausbildung bei einer damaligen Spar- und Darlehenskasse mit einer Bilanzsumme von rund 5 Mio. DM. Zu Beginn hatte ich natürlich von der Größe einer Bank und von einer möglichen Karriere nur wenig Ahnung.“
„Heute sind Sie aber Vorstandssprecher einer Bank mit einer Bilanzsumme von rund 400 Mio. Euro. Wie hat sich der Wunsch, eine solche Karriere anzustreben, dann entwickelt?“
„Das Ziel, die Bankleiterqualifikation zu erwerben, habe ich mir unmittelbar nach der Lehre gesteckt und dieses bereits mit 29 Jahren erreicht. Danach entstand natürlich auch in mir der Wunsch, das nächste Ziel nämlich eine Vorstandsposition zu verfolgen. Das ist mir dann später auch gelungen und inzwischen bin ich seit über 26 Jahren Vorstand einer mittelgroßen Volksbank.“
„Das klingt ganz einfach. Aber wie geht man da vor, wenn man gleich nach der Ausbildung so hohe Ziele verfolgt?“
„Während meiner Ausbildung, insbesondere zum Ende meiner Ausbildung entstand in mir der Wunsch, mich entsprechend weiterzuentwickeln. Also bin ich Schritt für Schritt vorgegangen und habe zunächst einmal das Bankführungsseminar bei der Akademie Deutscher Genossenschaftsbanken auf Schloss Montabaur absolviert. Mit Abschluss der Qualifizierungsmaßnahme übernahm ich die Position des Geschäftsstellenleiters einer Zweigniederlassung, zu der noch drei weitere Filialen gehörten. So konnte ich meine erworbenen Kenntnisse unmittelbar in der Praxis erproben.“